
Das Hobby Videospiele ansich kann schon mal eine kostspielige Angelegenheit werden. Meist geht es dabei aber dennoch nicht über 70€ für ein neues Spiel hinaus. Teurere Raritäten existieren zwar auch in Form von Erstauflagen beliebter Rollenspiele, Shmups ( Shoot ‘em ups) oder andere Spiele die für das spielende Volk wichtig sind. Dies sind aber meist Ausnahmen in der Reihe von erschwinglichen Spielen die, die meisten Konsolen zu bieten haben. Doch dann gibt es noch eine Ausnahme: Das von SNK ( Shin Nihon Kikaku; dt. Neues-Japan-Projekt) entwickelte Neo Geo ( Neue Welt). Diese Arcadeplattform gibt es vereinfacht gesagt in mehreren Ausführungen: Das ursprüngliche System für die Arcadehalle MVS ( Multi Video System) und das Neo Geo Home auch oft fälschlicherweise als AES ( Advanced Entertainment System) bezeichnet, da hier beide Systeme MVS als auch das NGH diese Bezeichnung tragen. Das NGH ist nicht wie man sich vielleicht denkt die Variante die bestimmt war im heimischen Kinderzimmer aufzuräumen. Eigentlich war dieses Gerät dafür gedacht in Hotels/Videotheken den Leuten die Arcadespiele schmackhaft zu machen und so noch mehr Leute in die Groschengräber zu locken.
Viele Japaner kauften sich aber das System. Auch in den USA und Europa wurde man auf das Gerät aufmerksam, da die Technik dahinter im Vergleich zu anderen Konsolen in jener Zeit (Snes, Mega Drive) einfach überragend besser war. Das Neo Geo schlug mit einem stolzen Preis von 600 $ bzw umgerechnet 550 € zu Buche. Die Spiele lagen zwischen 200-300 €. Das lag an den recht großen Speicherbausteinen ( Bis zu 716MBit) die auf den Modulen verbaut wurden. Zu dieser Zeit waren Speicherriegel recht teuer.
Aber wieso gibt es nun Spiele ( Euro Kizuna Encounter) die noch weiter ins extreme steigen? Grade diese Situation von teuren Speicher veranlasste SNK dazu viele Spiele die schlecht liefen wieder zurück zu rufen und den Speicher für neuere Spiele wieder zu verwenden. So passierte es das einige Spiele noch seltener wurden als sie es sowieso schon waren, da es das Neo Geo ja nie offiziell im normalen Laden zu kaufen gab. Solch ein Euro Kizuna Encounter von dem es offiziell nur noch 6 Exemplare weltweit gibt, geht unter Sammelern schon mal gut gerne für 10.000 $ über den Verkaufstisch. Ja, dieser Teil der Videospielszene ist ein Extrem.
Ich hoffe Euch hat der erste kleine Einblick in die Welt des Luxusgaming gefallen und vielleicht das ein oder andere Interesse geweckt. Natürlich soll dies noch nicht alles gewesen sein, allerdings ist diese Thema recht umfangreich. So dass ich in einem gewissen Abstand immer wieder mehr ausbauen werde.
Für Kritik, Anregung oder gar Bestechungsgeld findet Ihr mich und den Rest des Team wie gehabt in #konsolen im Quakenet.
Links zum Thema:





März 1st, 2009 at 20:02
gj
März 6th, 2009 at 23:47
schon krass, daß dieses edle gerät seit anfang der 90er überlebt hat, obwohl’s ein nischenprodukt war.
März 13th, 2009 at 11:32
Ein Videospiel ist keine “Geldanlage”, selbst wenn man das Thema mehr oder weniger gut immer wieder aufwärmt. Dafür macht man in 99% aller Fälle einfach zu hohe Verluste. Auch sprachlich durchwachsener Artikel.